Fürther sind solidarisch

Initiative „Fürther sind solidarisch!“

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie benötigen viele Menschen, die den sog. Risikogruppen zugeordnet werden oder sich bereits in Quarantäne befinden dringende Unterstützung, um den individuellen täglichen Bedarf gewährleisten zu können. Daher haben sich diverse Gruppen und Organisationen der Kleeblattstadt sowie die Ultrà- und Fangruppierungen der SpVgg Fürth zusammengeschlossen, um sich während dieser Krise mit diesen Menschen solidarisch zu zeigen. Demnach können sich jene Personen bei Bedarf telefonisch melden und die jeweilige Einkaufsliste an Dingen des täglichen Bedarfs durchgeben. Die Helfer werden anschließend versuchen die Einkäufe möglichst zeitnah auszuliefern.

Alle weiteren Informationen sind auf dem anhängenden Infoflyer zu finden und werden individuell am Telefon besprochen.

Gerne kann unser Infoflyer über jegliche sozialen Netzwerke und Medien veröffentlicht werden. Außerdem bitten die Initiatoren diesen in sämtlichen Hausfluren, Einrichtungen oder geöffneten Geschäften auszuhängen.

DOWNLOAD Druckvorlage: Jetzt herunterladen!

Bei Rückfragen stehen wir unter den jeweils angegebenen Telefonnummern und -zeiten gerne zur Verfügung.

Die Initiative „Fürther sind solidarisch!“

(Stradevia 907, Horidos 1000, Sportfreunde Ronhof e.V., Fanprojekt Fürth, Antifaschistische Linke Fürth, Infoladen Benario, Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Aktion Protestgarten)

Aktuelle Situation – Geisterspiele

Servus Kleeblattfans,
aktuell sehen wir uns im Zuge einer weltweiten Pandemie womöglich mit einer Situation konfrontiert, auf welche tatsächlich mit drastischen Maßnahmen reagiert werden muss. Um diese auf Sinnhaftigkeit überprüfen zu können, werden wohl letztendlich erst einige Wochen ins Land ziehen müssen. Fakt ist aber nun, dass die bayerische Landesregierung in dieser Woche Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern bis mindestens Mitte April verboten hat. Dies betrifft logischerweise auch die Heimspiele unseres Kleeblatts im Sportpark Ronhof, Diese müssen zum jetzigen Zeitpunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestritten werden. Statt der Mannschaft im Stadion also die gewohnte Unterstützung geben zu können, bleibt für uns nur der sprichwörtliche Blick in die Röhre.
Als wäre das nicht schon ernüchternd genug, vermissen wir in diesem Zusammenhang vor allem eine einheitliche Regelung für den Ligabetrieb! Dabei ist es zweitrangig, dass die Zuständigkeit für einen möglichen Zuschauerausschluss bei den jeweilig örtlichen Behörden liegt, wird doch vordergründig die Ansetzung des Spieltags zentral von der DFL geregelt. Um das mal deutlich zu sagen, Geisterspiele werden dem gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs nicht gerecht und können demnach nicht die Lösung sein!
Wenn die aktuelle Situation keine Stadionbesucher zulässt, müssen eben komplette Spieltage abgesagt bzw. verschoben werden!
Nur so lässt sich auch die Wettbewerbsverzerrung im Zaum halten. So ist es kein Geheimnis, dass wirtschaftlich schwächere Vereine im Vergleich dringender auf regelmäßige Ticketeinnahmen angewiesen sind, als die finanzstarken Konkurrenten. Der SpVgg dürfte beispielsweise durch die angekündigten Geisterheimspiele rund eine halbe Millionen Euro allein an Tagestickets durch die Lappen gehen, sofern Ticketinhaber von ihrem Erstattungsrecht Gebrauch machen.
 
Wir können deshalb nur an alle Kleeblattfans appellieren, den Verlust für die SpVgg so gering wie möglich zu halten und die bereits gezahlten Tagesticket- bzw. die anteiligen Dauerkartenausgaben als Spende zu verstehen!
Lasst uns in diesem Rahmen verdeutlichen, welch hohen Stellenwert wir Fans als Basis des Vereins besitzen, in der Hoffnung möglichst schnell wieder in gewohnter Manier im Stadion agieren zu können. Bis dahin zieht es euch vielleicht zum Spiel verfolgen in die Kneipen oder privat zu Freunden, wir werden vorerst kein öffentliches Alternativprogramm am Spieltag anbieten.
KEIN FUSSBALL OHNE FANS!

UNSER KLEEBLATT, DAS WIRD NIEMALS UNTERGEH’N!

Kollektivstrafen zum „Schutze“ eines Milliardärs – der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht

In den vergangenen Wochen wurde die Fußballöffentlichkeit erneut Zeuge der Doppelmoral und Demokratiefeindlichkeit der Vertreter des sogenannten „modernen Fußballs“. Ihren Höhepunkt erreichte die Absurdität vorerst am vergangenen Wochenende.

Sich gegenseitig übertreffend fabulierten Dietmar Hopp, Karl-Heinz Rummenigge und der DFB selbst, neben abgehalfterten D-Prominenten des Fußballs über „Würde“, „Moral“ und „Respekt“. Dieselben Personen, die im Falle Hopp daran arbeiten, dass der Fußball der Zukunft von hochgezüchteten Retortenvereinen mit unkritischem Klatschpublikum beherrscht wird und der ungebetenen Meinungen gerne mit einem Hochfrequenzgerät begegnet, welches Körperverletzungen nach sich zieht. Oder die, im Fall Rummenigge, Trainingslager in Katar abhalten, einem Land, welches Menschenrechte und somit die oben erwähnten Werte mit Füßen tritt. Ein Land, welches auch aufgrund der DFB-Funktionäre die Weltmeisterschaft 2022 austragen wird. In Anbetracht der nicht aufgeklärten gekauften WM 2006 ist auch hier davon auszugehen, dass sich die Herren das einige teure Uhren haben kosten lassen.

Diese moralisch alles andere als integren Personen und Strukturen wollen uns Fans nun erzählen, was Anstand ist und stören sich an der zugespitzten Wortwahl, mit der wir unsere Kritik äußern. Nur, wenn es keine Möglichkeit gibt, grundlegende Veränderungen im deutschen Fußball zu erreichen, müssen wir eben zu drastischeren Maßnahmen greifen. Dass es keine andere zielführende Möglichkeit gibt, haben die von uns geführten Gespräche mit den Verbänden gezeigt, die letztlich nicht mehr waren als ein großer Scheindialog.

Die tatsächliche Schande der vergangenen Wochen liegt im Verhalten der Verbände, allen voran des DFB. Zuerst wurden die öffentlichkeitswirksam ausgesetzten Kollektivstrafen wieder eingeführt. Wohlgemerkt, in einer von einem Fußballverband geschaffenen Paralleljustiz. Diese verfassungswidrige Art der Bestrafung ist mit unserem Verständnis von Demokratie nicht in Einklang zu bringen. Indem der DFB diese nun wieder ausspricht, offenbart er nicht nur erneut sein verzerrtes Bild von Rechtsstaatlichkeit, sondern beweist auch eindrücklich, dass er nur solange an Veränderungen und Dialog interessiert ist, solange sein Geschäft nicht ernsthaft gestört wird. Nicht einmal die wenigen Fanorganisationen, die noch mit dem DFB im Dialog stehen, wurden über die „neue Linie“ des Verbandes informiert, geschweige denn, deren Meinung eingeholt. Der DFB zeigt wiederholt, dass er kein ernsthaftes Interesse an einem Dialog mit Fans verfolgt. Unter Fritz Keller scheint sich auch hier leider nichts zum Positiven verändert zu haben.

Darüber hinaus sollen von nun an zum Wohle eines Milliardärs sämtliche „Diskriminierungen“ und „Beleidigungen“ sanktioniert werden, bei Wiederholungen droht ein Spielabbruch. Eine Selbstoffenbarung seiner eigenen Unabhängigkeit lieferte der DFB bereits, in dem er im Vorfeld des Spieltags eine Einflussnahme von Vereinsfunktionären und Absprachen zuließ. Der erste Spieltag mit dieser Regelung hat gezeigt, worum es den Verantwortlichen und dem DFB wirklich geht, um schlichte Zensur. Anders ist die Unterbrechung in Meppen nicht zu erklären. Auch, wenn die Verbände jetzt wieder ein Stück weit zurückrudern, zeigt sich klar, in welche Richtung es gehen soll und wird.

Wir sind nicht gutgläubig und waren es auch nie. Und so lassen wir uns auch diesmal nicht blenden. Es geht hier weder um antirassistisches Engagement, noch um Diskriminierung und schon gar nicht um Anstand und Werte. In diesem Falle hätte sich der DFB in der Vergangenheit entschiedener, auch im eigenen Dunstkreis, positionieren müssen. Dieses geschah, wie zu erwarten nicht. Es geht schlichtweg um die Bekämpfung unserer Fankultur und unserer Werte. Die Profiteure des Geschäfts „Fußball“ versuchen mit diesem scheinbar verfänglichen Thema die Fankurven zu spalten, um letztlich die aktiven Fanszenen zu entfernen. Denn diese sind es, die stets den Finger in die Wunde legen und sich für demokratische Vereine, effektive Mitbestimmung im Fußball, für den Erhalt der 50+1 Regel, für bezahlbare Eintrittskarten und fangerechte Anstoßzeiten einsetzen und somit letztlich für das, was uns Fans die Identifikation mit diesem Sport noch halbwegs gelingen lässt.

Aber dieses Engagement ist dem DFB und seinen Verbündeten ein Dorn im Auge, welchen es zu bekämpfen gilt. Diesen Kampf nehmen wir auch weiterhin gerne an, denn wir haben keine andere Wahl, als ihn zu führen, wenn wir unseren Fußball zumindest teilweise noch erhalten wollen. Dieser Kampf kann plakativ, zugespitzt und provokant geführt werden oder tiefgründig und differenziert – wichtig ist, dass wir ihn führen!

Denn wir Fans sind die Basis und die Seele des Fußballs und wir lassen uns weder von Kollektivstrafen, noch von Spielunterbrechungen davon abhalten, für unsere Sache einzustehen.

Wir fordern und erwarten daher:

  • Kollektivstrafen abschaffen! Es wird Zeit, dass der DFB sein mittelalterliches Rechtsverständnis für alle Zeit hinter sich lässt und Kollektivstrafen nicht nur aussetzt, sondern seine Rechts- und Verfahrensordnung diesbezüglich ändert und damit das Instrument der kollektiven Bestrafung abschafft. Im gleichen Zuge erwarten wir die sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschlüsse.

 

  • Die wirklich hässlichen Gesichter des Fußballs bekämpfen! Der Fußball ist kaputt. Wirtschaftliche Interessen werden hofiert, das System sorgt dafür, dass reiche Clubs immer reicher werden, in den Verbänden steht Korruption an der Tagesordnung und um Menschenrechtsverletzungen schert man sich einen Dreck. Nicht erst seit den „Football Leaks“- Enthüllungen ist bekannt, dass Verbände und Vereine sich an diesen Zuständen nicht stören – im Gegenteil, sie fördern sie sogar. Hier muss endlich gegengesteuert werden, sollte den Herren wirklich etwas am Fußball liegen!

Wer nur am maximalen Profit orientiert ist, Werte deshalb nur zu seinem (Wettbewerbs-)Vorteil benennt und sich mit jahrelanger Kritik von Fans nicht ehrlich auseinandersetzt, macht sich lächerlich, wenn er sich als Hüter der Moral inszeniert. Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen.

Fick dich DFB!

 

Fanszenen Deutschlands im März 2020

On the Ball

On the Ball heißt eine Kampagne, die in Schottland seinen Ursprung hatte und sich für kostenlose weibliche Hygieneprodukte in Fußballstadien einsetzt. Drei Dauerkarteninhaberinnen von Celtic Glasgow traten im Mai 2018 mit dem ungewöhnlichen Anliegen an ihren Verein heran. Und mit dem Beginn der Saison 18/19 verkündete dieser, dass er ab sofort seine Fans mit kostenlosen Binden und Tampons ausstatten werde. Seitdem wächst die Kampagne ständig. Mittlerweile sind 104 Fußballclubs Teil der Bewegung. Und nun seit der Rückrunde der Saison 2019/2020 gibt es das alles auch bei uns im Ronhof!

Natürlich geht es bei der Aktion darum, den Stadionaufenthalt für Frauen praktischer zu gestalten und auch weibliche Fans in Stadien generell sichtbar zu machen. Aber es geht noch um mehr: Zum einen will man auf den Zustand hinweisen, dass es manche Mädchen und Frauen gibt, die sich diese Produkte tatsächlich nicht leisten können, zum anderen will man das Stigma, das zwei Jahrzehnte nachdem das neue Millennium begonnen hat immer noch rund um das Thema Regelblutung existiert, endlich loswerden! Also Ladys, erzählt auch euren männlichen Begleitern von dieser tollen Aktion! Und falls es noch letzte Zweifler gibt: für Klopapier zahlt hier ja auch niemand, wenn er ein Fußballspiel besucht 😉

Die Umwelt und unsere Gesundheit sind uns wichtig, deshalb haben wir uns entschieden Produkte der Firma organyc anzubieten. Diese sind dank Bio-Baumwolle und nachhaltigerer Verpackung für weniger Treibhausgase verantwortlich. Zusätzlich wird bei der Herstellung auf faire Arbeitsbedingungen geachtet und alle Produkte sind frei von schädlichen Chemikalien und Pestiziden. Wenn dir Nachhaltigkeit auch beim Thema Periode wichtig ist, sieh dir doch auch Mal wiederverwendbare Lösungen wie Menstruationscups oder Periodunderwear an.

Stradevia hilft… – Adventskalender

An dieser Stelle möchten wir uns einmal mehr bei euch allen für eure Spendenbereitschaft bedanken!

Da wir immer noch Anfragen erhalten, ob es noch die Möglichkeit gibt einen Adventskalender zu erhalten, hier die Möglichkeiten für euch:

Beim Derby und gegen Bochum an unserem Infostand hinter Block 12 oder ab dem 13. November immer Mittwochs und Donnerstags während dem Offenen Treff im Fanprojekt von 16 bis 21 Uhr.

Ab dem 1. Dezember werden wir dann hier täglich auf der Homepage, ebenso wie in den Storys auf Instagram, die Gewinner bekannt geben.

Stradevia hilft beim Brunnenbau in Tansania

Hallo Kleeblattfans,

beim Heimspiel gegen Darmstadt am 02.11. findet die achte Ausgabe unserer „Stradevia hilft…“-Spendensammlung statt. Wir werden in diesem Jahr für einen Brunnenbau in Tansania sammeln. In Regionen, in welchen der Zugang zu sauberem Trinkwasser leider keine Selbstverständlichkeit darstellt, haben wir damit die Möglichkeit die Lage der Menschen vor Ort zumindest ein wenig zu verbessern. Hierzu werden wir wieder an mehreren Standorten im Sportpark unterwegs sein und euch mehrere Möglichkeiten bieten euren Teil beizutragen. Als kleinen Anreiz verkaufen wir in diesem Jahr neben Schlüsselanhängern für 5 Euro auch selbst gestaltete Adventskalender, mit denen ihr ähnlich wie bei der Verlosung im letzten Jahr auch etwas gewinnen könnt. Hinter den Türchen haben wir knapp 100 Preise versteckt, u.a. ein signiertes Trikot unserer Spielvereinigung, eine selbstgestaltete Biergarnitur, Gutscheine diverser Bars und vieles mehr. Da die Kalender durchnummeriert sind, werden wir für jedes Türchen Lose ziehen und die Nummern dann auf unserer Homepage und auf Instagram bekannt geben. Die Kalender wird es für 10 Euro zu kaufen geben und mit etwas Glück seid auch ihr unter den Gewinnern. In Kombination mit den Schlüsselanhängern wird es beides sogar für nur 12 Euro zu erwerben geben. Natürlich gibt es darüber hinaus auch die Möglichkeit auf herkömmliche Weise zu spenden, jeder Euro hilft an dieser Stelle. Macht also in eurem Bekanntenkreis in den nächsten Wochen schon mal ordentlich Werbung, damit wir unser Vorhaben realisieren können.

Schon jetzt herzlichen Dank an alle Spender!